Bundesumweltminister Schneider beim Weltwirtschaftsforum in Davos: Neue Allianzen für Klima- und Umweltschutz

20.01.2026
Abendansicht der idyllischen Bergstadt Davos in den Schweizer Alpen
Carsten Schneider reist erstmals zum Weltwirtschaftsforum nach Davos. Dort wirbt er für Umwelt- und Klimaschutz als Schlüssel für nachhaltiges Wachstum, neue Partnerschaften und mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Bundesumweltminister Carsten Schneider wird vom 19. bis 22. Januar am Weltwirtschaftsforum in Davos teilnehmen. Erstmals überhaupt nimmt damit ein Bundesumweltminister am Weltwirtschaftsforum teil. Bei seinem Besuch wird Schneider mit führenden Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Finanzwelt, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammentreffen. Ziel ist es, internationale Partnerschaften zu stärken, den Privatsektor für Umwelt- und Klimaschutz zu gewinnen und über nachhaltige Wachstumspfade für die EU und Deutschland zu sprechen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Der aktuelle Risiko-Report des Weltwirtschaftsforums zeigt: Auch wenn kurzfristig die geoökonomische Konfrontation die größten Sorgen macht, so sehen die meisten Experten langfristig die ökologischen Herausforderungen als größte Risiken für unser Zusammenleben. Darum ist es so wichtig, diesen langfristigen ökologischen Herausforderungen auch mit Klarheit und Verlässlichkeit in der Umweltpolitik zu begegnen. Doch auch für die kurzfristigen Herausforderungen kann eine engagierte Umweltpolitik Teil der Lösung sein, weil sie uns unabhängiger von globalen Machtspielen um Öl und Bodenschätze macht. Wer es schafft, weniger Öl und Gas zu verbrauchen und wichtige Rohstoffe zu recyceln statt zu importieren, steht besser da. Auch ökonomisch ist CleanTech ein Erfolgsfaktor. Die Branche wächst stärker als der Durchschnitt und schafft neue Arbeitsplätze. Als Umweltminister fahre ich ganz bewusst zum Weltwirtschaftsforum, um dort neue Verbündete zu suchen für eine engagierte Umweltpolitik, die unser Land ökonomisch voranbringt und zugleich sicherer macht."

Der diesjährige Weltrisikobericht des Weltwirtschaftsforums stellt einerseits fest, dass kurzfristig die Bedrohung durch Extremwetter hinter den Risiken der geoökonomischen Konfrontation, von Desinformation und gesellschaftlicher Polarisierung eingestuft wird. Bei den langfristigen Risiken legen drei Umweltherausforderungen jedoch die ersten drei Plätze: Extremwetter durch den Klimawandel, der Kollaps von Ökosystemen durch den Verlust von Biodiversität und tiefgreifende Veränderungen unseres Erdsystems.

Konkret wird Bundesumweltminister Schneider an einer Reihe von Veranstaltungen teilnehmen und zahlreiche bilaterale Gespräche führen. Mit dem Beitritt zu dem internationalen Netzwerk "Champions for Nature" des WEF wird sich Schneider dafür einsetzen, dass auch Leistungen der Natur wie sauberes Wasser, intakte Wälder und gesunde Böden in unternehmerische Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Am Mittwoch wird Minister Schneider an einem von Friedensnobelpreisträger Al Gore moderierten Podium mit Unternehmensvorständen teilnehmen und über Klimaschutz in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung, wirtschaftlicher Zwänge und geopolitischer Spannungen sprechen.

Geplant sind außerdem Gespräche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft, um unter anderem die Beschlüsse der Weltklima- und Weltnaturkonferenzen in konkrete Schritte zu übersetzen. Themen sind etwa die Gewinnung von Investoren für die Tropical Forest Forever Facility, einem globalen, öffentlich und privat finanzierten Fonds zur langfristigen Finanzierung des Schutzes tropischer Wälder. Auch die Dekarbonisierung der energieintensiven Industrie oder die Nutzung künstlicher Intelligenz für die Kreislaufwirtschaft werden bei den Gesprächen eine Rolle spielen.

20.01.2026 | Pressemitteilung Nr. 003/26 | Internationales
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11617
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