Münchner Sicherheitskonferenz: Bundesumweltminister Carsten Schneider und der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom vereinbaren weitere Zusammenarbeit im Bereich Klima- und Umweltschutz

13.02.2026
München Skyline
Die Zusammenarbeit fokussiert sich auf saubere Energien und Kreislaufwirtschaft. Sie soll Klimarisiken mindern, Innovationen vorantreiben und Wirtschaft sowie Gesellschaft resilienter gegen Krisen machen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider und der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom  haben sich heute bei der Münchner Sicherheitskonferenz zu Gesprächen über die nationalen und wirtschaftlichen Sicherheitsrisiken des Klimawandels getroffen. Dabei betonten sie, dass eine Wende hin zu sauberer Energie diese Risiken reduzieren und gleichzeitig die Gesellschaft und das Wirtschaftswachstum schützen kann. Beide Politiker betonten, dass nachhaltige Energietechnologien und die Förderung einer starken Kreislaufwirtschaft rund um Abfallvermeidung, Recycling und Wiederverwertung neue Chancen für die Wirtschaft eröffnen, mit denen Industrien und Unternehmen wettbewerbs- und widerstandsfähiger werden.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, Kalifornien die viertgrößte. Unser Ziel, gemeinsam voranzugehen, sendet auch ein starkes wirtschaftliches Signal. Ich bin mir mit Gouverneur Newsom einig, dass nachhaltige Technologien und resiliente Ökosysteme einen erheblichen Beitrag zur langfristigen Sicherheit und Stabilität unserer Gesellschaften leisten. Außerdem fördern sie Innovationen, schaffen nachhaltige Arbeitsplätze und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Gleichzeitig verringern sie die finanziellen Risiken, die mit Klimaschäden, Ressourcenknappheit und Umweltzerstörung einhergehen. Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit Gouverneur Newsom zu diesen Themen."

Gouverneur Gavin Newsom: "Der Klimawandel ist eine unmittelbare Bedrohung für unsere Sicherheit und unsere Wirtschaft. Kalifornien hat gezeigt, dass man der Umweltverschmutzung begegnen und trotzdem weiter Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen kann. Wir haben unsere Emissionen radikal gesenkt, unsere Bevölkerung geschützt und sind dabei außerdem zur viertgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen. Ich bin stolz darauf, gemeinsam mit Minister Schneider der Welt zu zeigen, dass der Kampf gegen den Klimawandel sowohl unsere Wirtschaft als auch unsere Sicherheit stärkt."

Die Umweltkrise macht nicht an Ländergrenzen halt. Dieser Herausforderung muss die globale Zusammenarbeit gerecht werden: Extreme Wetterereignisse, steigende Meeresspiegel und Ressourcenknappheit destabilisieren Regionen und bedrohen die wirtschaftliche Sicherheit. Deutschland und Kalifornien, die beide bereits von Extremwetterereignissen betroffen sind, treiben die internationale Zusammenarbeit entschlossen voran.

Die beiden Politiker sprachen über eine vertiefte Zusammenarbeit bei grünen Technologien, Emissionsminderung und Anpassung an den Klimawandel, bei natürlichem Klimaschutz und dem Aufbau gesunder Landes- und Meeresökosysteme.

Weltweit soll nachhaltige Clean- und Greentech-Wirtschaft bis 2030 einen Gesamtwert von circa sieben Billionen US-Dollar erreichen und dabei Innovationen, Handelsmöglichkeiten sowie die Entstehung von Arbeitsplätzen vorantreiben. Saubere Energien sind heute nicht mehr wegzudenken. Investitionen in Dekarbonisierung und Widerstandsfähigkeit zeugen nicht nur von Klimaverantwortung, sie sind auch gut für Unternehmen und Wirtschaftswachstum.

Beide Politiker betonten, dass der Schutz unserer natürlichen Ökosysteme­ Landschaften, Flüsse, Böden und Meere ­entscheidend für die Sicherheit sei. Gesunde Ökosysteme absorbieren und speichern CO2 und Methan, regulieren den Wasserhaushalt, aber auch die Auswirkungen von Dürren, Hochwasser und Hitzewellen und stützen die Nahrungsmittelproduktion. Bundesumweltminister Schneider und Gouverneur Newsom sprachen über eine gemeinsame Zusammenarbeit, mit der diese Systeme im Rahmen einer zukunftsorientierten, Kosten und Konflikte begrenzenden Risikoprävention stärker geschützt und wiederhergestellt werden können. 

13.02.2026 | Pressemitteilung Nr. 013/26 | Internationales
Gemeinsame Pressemitteilung
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11642
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